Empfindliche Zähne

Schmerzen nach Zähneknirschen

18,9 Millionen Menschen in Deutschland knirschen besonders im Schlaf unbewusst mit den Zähnen. Von dieser Zahl berichtet die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik auf der Website bruxen.com. Etwa 80 Prozent der Zähneknirscher sind Frauen. Die Betroffenen wachen morgens auf und fühlen sich nicht erholt. Sie klagen über Kopfschmerzen sowie einen verspannten Kiefer und Nacken. Die Schläfen schmerzen und um in den Tag zu starten, ist es notwendig, die Wangen zu massieren. Öffnen sie morgens den Mund, knacken die Kiefergelenke mit einem lauten Knall. Ein weiteres Indiz für das Zähneknirschen sind Schmerzen in den Ohren und kälteempfindliche Zähne. Mediziner nennen diesen Zustand Bruxismus.

Ursachen für das Zähneknirschen

Es existieren mehrere Ursachen dafür, weshalb ein Mensch mit den Zähnen knirscht. Auslöser für das Knirschen und Pressen sind:

  • falsch oder zu hoch gesetzte Füllungen oder Zahnersatz,
  • genetisch bedingte Entwicklungsstörung des Kiefers,
  • Kippungen oder Zahnwanderungen nach einem Zahnverlust,
  • eine unregelmäßige Zahnstellung nach kieferorthopädischer Behandlung.

Im Umkehrschluss gilt, dass nicht jeder mit schiefstehenden Zähnen oder einer Fehlstellung des Kiefers mit den Zähnen knirscht. Bei der Mehrheit der Menschen stellen die Zähne kein Problem dar und hindern diese nicht an einem normalen Leben.

Ausschlaggebend dafür, ob sich das Zähneknirschen entwickelt, ist in erster Linie Stress oder eine seelische Belastung. Schiefe Zähne sind in der Regel nur der Auslöser für das Knirschen oder Pressen. Manche Patienten knirschen mit den Zähnen, wenn sie unter kurzzeitigem Stress leiden. Das spielt sich ab, wenn eine Prüfung, ein Vorstellungsgespräch oder ein wichtiges Ereignis bevorsteht. In der Regel verschwindet das Pressen und Knirschen direkt danach wieder.

Bei anderen tritt das Zähneknirschen nach einer Anhäufung von belastenden Erlebnissen auf:

  • Trennung und Scheidung,
  • Entlassungen,
  • Verletzungen sowie Krankheiten,
  • Wohnungswechsel,
  • Tod eines geliebten Menschen.

Solche Ereignisse versucht der Patient, in seinen Träumen zu verarbeiten. Dadurch entsteht eine erhöhte innere Anspannung während des Schlafes. Es entwickelt sich ein Zähneknirschen. Schlimmer noch sind dauerhafte Belastungen, wie:
  • unglückliche Arbeit,
  • unglückliche Beziehung,
  • Stress mit Familienangehörigen oder
  • finanzielle Sorgen.

Die Folgen von Bruxismus

Ständige Kopfschmerzen ist eine Folgeerscheinung nach dem Zähneknirschen. Besonders die Schläfen schmerzen und die übersäuerten Kaumuskeln, die das Knirschen erzeugen. Zudem verspannen die Muskeln der Schultern, der Oberarme und des Halses. Die Halsmuskeln hängen direkt mit den Kaumuskeln zusammen. Oft verbinden Patienten und Ärzte diese Symptome mit anderen Ursachen, sodass es schwer ist, eine richtige Diagnose zu stellen.

Einer der schwerwiegenden Folgen sind Rückenprobleme oder ein Beckenschiefstand. Sind durch das Zähneknirschen mehrere Muskelpartien betroffen, leidet der Rücken darunter. Das Skelett eines Menschen bildet eine Einheit und die Wirbelsäule wirkt von hinten, als wäre sie schnurgerade. Kommt es infolge des Zähneknirschens zu einer Fehlstellung des Kiefers, ist die gesamte Statik der Wirbelsäule sowie des Beckens in Gefahr. Die Wirbelsäule krümmt sich, sodass es zu Bandscheibenproblemen kommt. Steht das Becken einmal schief, sind unterschiedliche Beinlängen und verschiedene Haltungsschäden nicht zu vermeiden.

Zähneknirschen (Bruxismus) // Übungen gegen Zähneknirschen im Schlaf


Quelle: Youtube.com

Lösung und Methoden gegen das Zähneknirschen

Kommen Ihnen die beschriebenen Symptome bekannt vor, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Es spielt keine Rolle, unter welchen seelischen Belastungen Sie leiden, sondern einzig, ob welche vorhanden sind. Der Arzt untersucht die Zähne, die Kieferstellung und -gelenke, sowie die Kaumuskulatur. Für die präzise Analyse sind in speziellen Fällen bestimmte Instrumente und Geräte erforderlich, die ein Facharzt bei Bedarf anwendet. Durch diese Untersuchungen stellt der Arzt fest, ob im Mund ein Auslöser für das Pressen und Knirschen der Zähne existiert. Möglich wären:

  • Störkontakte durch eine Füllung oder Zahnersatz,
  • eine Zahnbehandlung oder ein Zahnunfall
  • Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers.

Gegen Bruxismus geht der Zahnarzt mit speziell für diesen Zweck konzipierten Aufbissschienen aus weichen oder harten Kunststofffolien vor. Sie stecken diese in der Regel über die Zähne des Oberkiefers und tragen sie nachts. Durch eine Aufbissschiene

  • bringen Sie den Unterkiefer in eine stabile Position,
  • vermeiden das Knirschen und Pressen,
  • gleichen mögliche Störkontakte aus und
  • entspannen die Kaumuskulatur sowie die Kiefergelenke.

Diese Maßnahme gegen das Zähneknirschen bewirkt gewöhnlich eine schnelle und eindeutige Verbesserung. Dennoch ist es notwendig, vorhandene Störfaktoren oder bestimmte Fehlstellungen zu therapieren. Eine neue Zahnfüllung, ein verbesserter Zahnersatz, oder eine kieferorthopädische Behandlung verbessern das Mundgefühl. Gegen die Kiefergelenkschmerzen oder Schmerzen am Schädel nach dem Pressen und Knirschen besteht die Möglichkeit, vorübergehend spezielle Medikamente einzunehmen. Diese Schmerzmittel sind stark dosiert und lindern die aktuellen Schmerzen. Diese Methode dient nicht zur Lösung des Problems. Sie lindert lediglich die Schmerzen für einen vorübergehenden Zeitraum.

Bestimmte Massagen und Übungen helfen dem Kiefer, sich zu entspannen. Beim Knirschen und Pressen der Zähne kommt es zur Übersäuerung der Kaumuskeln. Diese verhärten und bilden zusätzlich einen schmerzhaften Muskelkater aus. Gegen die Schmerzen existieren bestimmte Massagetechniken, die Sie selbst an den Muskelpartien anwenden. In der Regel ist jeder Zahnarzt bereit, Ihnen diese Übungen zu zeigen, sodass Sie sie bei Bedarf zu Hause selbst vornehmen können.

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