Empfindliche Zähne

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Schmerzen nach Zahnspange

Bekommen Sie eine Zahnspange oder diese wurde neu eingestellt, kommt es oftmals zu Schmerzen. In den ersten vier Tagen ist dies tatsächlich normal, da sich Ihre Zähne noch an den Druck gewöhnen. In vielen Fällen dauert der Gewöhnungseffekt jedoch mehr als zwei Wochen. Wir gehen im nachfolgenden Artikel den Ursachen der Schmerzen nach der Zahnspange auf den Grund und verraten Ihnen adäquate Lösungen, um die Schmerzen abzumildern oder zu beseitigen.

Ursachen für Schmerzen nach Zahnspange

Viele Patienten verspüren nach dem Neueinstellen der Spange oder nach dem Anlegen der Korrekturmaßnahme ein starkes Druckgefühl. Vielfach äußert sich dieses in Form von Schmerzen oder wunden Stellen am Zahnfleisch oder in der Mundhöhle. Der erste Druckschmerz verschwindet nach ein paar Tagen, wenn sich Ihre Zähne an das neue Gefühl gewöhnen und sich dem Druck beugen. Bleiben längere Zeit Schmerzen zurück, liegt das vielfach an Entzündungen oder Verletzungen im Mundraum durch die Korrekturschiene. Hierbei bohren sich Drähte in Ihr Zahnfleisch oder die Kunststoffteile scheuern an der empfindlichen Mundschleimhaut. Ebenso führt eine mangelnde Mundhygiene zu Entzündungen des Zahnfleisches und der Schleimhaut.

Generell führen diese Ursachen zu Schmerzen nach dem Anlegen der Zahnspange:

  • Druck der Spange,
  • schlechte Mundhygiene,
  • zu fester oder falscher Sitz,
  • Wunden im Mundraum oder am Zahnfleisch durch scheuernde Spangenteile und Entzündungen.

Lösung des Problems Schmerzen nach Zahnspange

Generell empfiehlt es sich, in den ersten Tagen nach Erhalt der neuen Schiene die Essgewohnheiten umzustellen. Die Zähne sind durch den ungewohnten Druck bedingt zu Beginn sehr schmerz- und kauempfindlich. Wichtig ist, dass Sie in dieser Zeit auf sehr harte Speisen wie Müsliriegel oder Äpfel verzichten. Sie lösen den Schmerz in jedem Fall aus. Besser sind leicht kaubare und weiche Speisen wie Püree, Suppen, Joghurt, Apfelmus und Eiscreme. Letzteres betäubt zudem vorübergehend den Mund und lindert kurzzeitig die Schmerzen. Kühlpackungen erfüllen den gleichen Zweck. Heiße Nahrungsmittel hingegen fördern die Durchblutung. Im besten Fall verringert das die Schwellungen in Ihrem Mundraum. Ob Kälte oder Wärme Ihnen besser tun, probieren Sie individuell aus.

Ein weiterer wichtiger Partner im Kampf gegen die lästigen Schmerzen ist Schutzwachs. Dieses erhalten Sie vom Kieferorthopäden nach dem Anbringen der festen Zahnspange. Dieses Mittel tragen sie auf verschiedene Stellen der Spange auf, wie dem Band, den Brackets oder am Bogenende. Scheuert die Spange beispielsweise an Ihrer Zunge oder der Wange tragen Sie das Schutzwachs an der entsprechenden Stelle auf. Es verhindert so, dass die Metallteile erneut wunde und schmerzende Stellen erzeugen.

Nach dem Auftragen bemerken Sie sofort, dass sich die Spange besser trägt. Um das Wachs anzuwenden, halten Sie die entsprechende Stelle trocken und drücken das Wachs fest. Wenden Sie das Mittel so früh wie möglich an, um der Entstehung einer Wunde entgegenzuwirken. Ist die Wunde erst einmal da, dauert es länger, bis die Stelle verheilt, da die Spange weiterhin scheuert.

Bereits bestehende Wunden heilen schneller, wenn Sie regelmäßig mehrmals am Tag mit Kamillen- oder Salbeitee gurgeln. In der Apotheke erhalten Sie darüber hinaus spezielle Salben für den oralen Bereich oder entzündungshemmende Tinkturen wie Parodontal® und Kamillan®. Salben eignen sich hervorragend zum Abdecken der Wunden. Dadurch beschleunigt sich die Abheilung. Vermeiden Sie es, mit der Zunge an den Stellen zu spielen oder diese mit den Fingern zu berühren. Beides verzögert die Heilung.

Bei Zahnspangen, die Sie herausnehmen, bietet es sich im Notfall an, die Spange zurückzustellen. Dazu bewegen Sie das Rädchen in die entgegengesetzte Richtung. Diese Methode eignet sich ausschließlich bei einer sehr schlecht sitzenden Spange oder bei sehr starken Schmerzen. Generell ist der Druck nach dem Verstellen oder Tragen anfangs normal, daher sollten Sie möglichst die Einstellungen nicht eigenmächtig verändern.

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Quelle: Youtube.com

Bessern sich die Beschwerden nicht, ist es ratsam, den Kieferorthopäden erneut aufzusuchen. In seltenen Fällen rät der Arzt zu Schmerzmitteln. Generell achten Sie als Zahnspangenträger auf eine sehr intensive Mundhygiene. Dazu gehört es, sich nach jedem Essen intensiv die Zähne zu putzen sowie Zahnseide und Interdentalbürsten für die Brackets zu verwenden. So bekämpfen Sie gezielt Bakterien, die Entzündungen auslösen. Spezielle Plaque-Färbemittel machen Beläge sichtbar. Diese entfernen Sie restlos durch Zähneputzen. Was konkret bei Schmerzen nach Zahnspange hilft, listen wie Ihnen nachfolgend auf:

  • auf harte Speisen verzichten;
  • vorerst weiche, leicht kaubare Nahrungsmittel genießen;
  • auf Kaugummi verzichten, um Drähte nicht zu beschädigen;
  • Schmerzen betäuben durch kalte Nahrungsmittel oder Kompressen;
  • Zahnspangenwachs gegen Druckstellen und zur Vorbeugung gegen Wunden nutzen.

Gegen Wunden im Mundraum hilft / helfen:

  • intensive Mundhygiene,
  • das Spülen mit Mundspülungen, Salbei- oder Kamillentee,
  • Tinkturen, Cremes und Gele mit Kamille und Salbei,
  • spezielle Salben aus der Apotheke (decken Wunden ab und fördern Heilung),
  • lokal betäubende Salben mit Lidocain und Polidocanol,
  • im Notfall Schmerzmittel wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol.

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