Empfindliche Zähne

Schmerzen nach Zahnversiegelung

Die Zahnversiegelung verfolgt den Zweck, kariesanfällige Zähne vor bakteriellen Erkrankungen zu bewahren. Vorwiegend kommt die Versiegelung bei den Backenzähnen zum Einsatz. Diese verfügen über breite Kauflächen und tiefe Fissuren. Mit dem Fremdwort bezeichnen die Zahnärzte die Vertiefungen im Zahn, die sich mit zunehmendem Alter vergrößern. Die aus Kunststoff bestehende Zahnversiegelung bildet eine unterstützende Schutzschicht auf der Zahnoberfläche. Damit übernimmt sie teilweise die Aufgaben des Zahnschmelzes.

Kariesbefall nach der Zahnversiegelung

Das Auftragen der Zahnversiegelung nimmt in der Regel wenig Zeit in Anspruch. Für die Patienten gestaltet sich der Prozess zudem schmerzfrei. Dabei geht der Dentist nach einer festen Schrittfolge vor:

  • Er reinigt die gesamte Zahnoberfläche;
  • anschließend kommt es zur vollständigen Trocknung;
  • der Zahnarzt ätzt den Zahnschmelz leicht an und raut ihn damit auf;
  • er spült die Säure ab und trocknet den Zahn erneut,
  • danach bringt er das Versiegelungsmaterial an.

Dieses erweist sich als selbsthärtend oder der Dentist härtet es mithilfe von Licht aus. Im Vorfeld glättet er Fissuren, die ungünstige Formen aufweisen, mit dem Bohrer oder entfernt sie. Schmerzempfindliche Personen erhalten zu dem Zweck eine leichte Betäubung. Spüren Sie nach der Zahnversiegelung ein Pochen, resultiert dieses aus dem gereizten Gewebe. Beim Bohren entstehen kleinste Dentinpartikel, die sich beispielsweise am Zahnfleisch anlagern. Spülen Sie den Mund nicht gründlich aus, kommt es zu Reizungen und einem Missempfinden. Dieses vergeht in der Regel nach wenigen Stunden.

Die Ursachen für Zahnschmerzen nach der Versiegelung

Erhalten Sie eine Zahnversiegelung, spüren Sie direkt nach dem Zahnarztbesuch einen leichten Schmerzreiz. Dieser stammt vom Glätten der Fissuren oder vom Aufbringen der Säure. In beiden Fällen kommt es zu einer Schädigung des Zahnschmelzes. Bringt der Dentist anschließend den Kunststoff zum Versiegeln auf, reizt dieser den Zahn. Durch Speichel und das Säuberungswasser gelangt ein minimaler Anteil der Säure in den Bereich der Dentinkanäle und somit zur Pulpa. Auch dadurch entsteht ein Schmerzreiz, der innerhalb weniger Stunden oder Tage abklingt. Bleibt er über einen längeren Zeitraum erhalten, suchen die Betroffenen ihren Zahnarzt zur Nachkontrolle auf.

Versiegeln statt bohren - Karies Versiegelung


Quelle: Youtube.com

Einen weiteren Grund für die Pein nach der Zahnversiegelung stellt deren ungünstige Höhe dar. Bringt der Dentist zu viel Kunststoff auf, entsteht ein Druckschmerz. Speziell beim Kauen oder Aufbeißen bemerken Sie ein unangenehmes Pochen am betreffenden Zahn. Ob die Versiegelung zu hoch liegt, erfahren Sie, wenn Sie sanft Ober- und Unterkiefer aufeinander klappen. Spüren Sie dabei die hohe Füllung, konsultieren Sie den Zahnarzt zeitnah. Durch das nächtliche Zähneknirschen kommt es sonst zu einer Intensivierung des Schmerzes.

Des Weiteren kommt es vor, dass Sie das Missempfinden erst Monate oder Jahre nach Auftragen der Versiegelung fühlen. In dem Fall bildete sich unterhalb des Kunststoffs Karies. Als Ursache kommt eine mangelhafte Reinigung der Zähne vor dem Versiegeln infrage. Nachdem der Kunststoffüberzug festsaß, verbreiteten sich die Erreger und griffen Zahnschmelz und Dentin an. Erreichen sie das Innere des Zahns auch Zahnmark genannt leiden die Patienten unter blitzartigen Schmerzattacken. Ohne eine rechtzeitige Behandlung entzündet sich unter Umständen der Zahnnerv. Das entzündete Gewebe versucht, sich auszubreiten. Jedoch verhindern Dentin und Zahnschmelz diesen Prozess, sodass ein zusätzlicher Druckschmerz eintritt.

Schnelle Lösungen gegen die Schmerzen

Ein leichtes Missempfinden nach dem Aufbringen der Zahnversiegelung erweist sich als normal. Zunächst warten Sie mehrere Stunden ab, ob die Pein nachlässt. Bei starken Schmerzen nehmen Sie beispielsweise ein leichtes Schmerzmittel. Eine gute Wahl stellt das Medikament Ibuprofen dar. Vergeht der Schmerzreiz auch nach mehreren Tagen nicht, bewährt sich ein erneuter Zahnarztbesuch. Resultiert Ihr Unwohlsein aus einer zu hohen Kunststofffüllung, schleift der Dentist diese vorsichtig ab.

In einigen Fällen kommt es vor, dass trotz der vorherigen Reinigung Erreger und Kleinstpartikel beispielsweise Speisereste unter den Kunststoff geraten. Um diese zu entfernen, löst der Zahnarzt die Versiegelung und säubert den betroffenen Zahn erneut. Danach bringt er eine neue Zahnversiegelung auf. Bemerken Sie die Zahnschmerzen mehrere Monate nach der Behandlung, kontrolliert er zunächst den Sitz der Kunststofffüllung. Speziell bei älteren Versiegelungen entstehen kleine Risse, durch die Keime ins Zahninnere vordringen. Ebenso wie beim Kariesbefall unter der Versiegelung erneuert der Zahnarzt die künstliche Schutzschicht.

Gönnen Sie sich Ruhe nach dem Zahnarzttermin

Glättet der Dentist mittels Bohrer die Vertiefungen im Zahn, bevor er die Kunststoffschicht aufbringt, leiden Sie unter einem Nachklang des Schmerzreizes. In dem Fall gilt es, sich körperlich zu schonen, um den Heilungsprozess schneller in Gang zu setzen. Damit keine reizenden Substanzen an den Zahn gelangen, verzichten Sie mehrere Tage auf den Konsum von:

  • Kaffee,
  • alkoholischen Getränken
  • und Zigaretten.

Ein bis zwei Tage nach der Zahnversiegelung nehmen die Patienten keine heißen, kalten oder säurehaltigen Speisen und Getränke zu sich. Vorwiegend extreme Temperaturen führen zu einer verstärkten Reizung des Zahngewebes und lösen stechende Schmerzen aus. Zudem vermeiden sie zunächst harte und krümelige Lebensmittel. Durch den Aufbiss drücken sie auf die Kunststoffversiegelung, die schlimmstenfalls die Zahnwurzel tangiert und damit die Pein auslöst.

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