Empfindliche Zähne

Schmerzen nach Zahnwurzelresektion behandeln

Bei starken Schmerzen am Zahn, Schwierigkeiten beim Kauen und einem unangenehmen Druckgefühl steckt oftmals eine Entzündung der Zahnwurzel dahinter. Diese therapiert der Zahnarzt mit einer Wurzelbehandlung. Verspricht diese nicht den gewünschten Erfolg, zieht er eine Wurzelspitzenresektion in Betracht. Treten Schmerzen nach der Zahnwurzelresektion auf, kommen dafür verschiedene Faktoren infrage. Welche das sind und was Sie gegen die Beschwerden tun können, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Ursachen für Schmerzen nach Zahnwurzelresektion

Bei einer Wurzelspitzenresektion behandelt der Zahnarzt die Spitze der Wurzel von außen. Dabei entfernt er einen Teil des Kieferknochens, um an die Wurzelspitze zu gelangen. Bei der Resektion kappt er die Wurzelspitze, entfernt das beschädigte Gewebe und reinigt den Zahn von innen. Eine Versiegelung verhindert das Eindringen neuer Bakterien. Im Anschluss klappt der Arzt das Gewebe wieder zurück und vernäht die Wunde. Nach circa zehn Tagen verheilt die Stelle vollständig. Der Zahnarzt zieht die Fäden. Nach bis zu drei Monaten regenerieren sich die Kronen des behandelten Zahns.

Der Eingriff ist weniger schmerzhaft, als es klingt. Mittels Anästhesie betäubt der Arzt die schmerzweiterleitenden Nerven. Sie verspüren dabei nahezu keinen Schmerz. Dieser setzt meist erst nach der Behandlung ein und gilt als normal, da Sie sich einem chirurgischen Eingriff unterzogen.

Neben den normalen Beschwerden, welche die Heilung mit sich bringt, birgt eine frische Wunde die Gefahr einer erneuten Infektion. Dadurch verstärken sich die Schmerzen und sie halten längere Zeit an. In diesem Fall suchen Sie dringend einen Zahnarzt auf. Ebenso besteht die Möglichkeit von Reizungen und Verletzungen in der Kieferhöhle, die in Entzündungen ufern. Teilweise lösen Verletzungen der benachbarten Zahnwurzeln, die Schmerzen aus.

Teilweise dauern die Schmerzen sehr lange an. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Wurzelspitzenresektion nicht erfolgreich war, die Entzündung weiterhin besteht und der Arzt den Zahn letztendlich entfernt.

Im Normalfall dauern die Schmerzen circa eine Woche an. Doch auch später zeigt sich die behandelte Stelle hypersensibel und das Kauen ist unangenehm. Das Zahnfleisch befindet sich in der Regenerationsphase, was einige Wochen andauert. Regelmäßige Nachkontrollen beim Arzt sind sinnvoll, um den Erfolg zu dokumentieren und bei eventuellen Schwierigkeiten frühzeitig einzugreifen.

Treten pulsierende Schmerzen auf, liegt das oftmals an irritierten Nerven unterhalb der Wurzelspitze. Diese klingen nach ein paar Tagen ab. Denkbar sind darüber hinaus Phantomschmerzen. Beschädigt der Zahnarzt versehentlich den Nerv, kommen ein Taubheitsgefühl und Gefühlsstörungen im Bereich der Unterlippe hinzu. Um Entzündungen entgegenzuwirken, halten Sie sich strikt an die Anweisungen des Arztes. Was Sie beim Auftreten von Beschwerden tun, lesen Sie nachfolgend. Generell suchen Sie bei lang anhaltenden oder sehr starken Schmerzen erneut den Zahnarzt auf.

Ursachen der Schmerzen im Überblick:

  • normale Schmerzen bei der Heilung,
  • Schwellungen und Blutergüsse,
  • Entzündungen,
  • Reizungen und Verletzungen in der Kieferhöhle,
  • Verletzung der Zahnwurzel des benachbarten Zahnes,
  • irritierte Nerven und
  • Phantomschmerzen.

Wieso bringt nur eine Wurzelspitzenresektion meistens keinen Erfolg


Quelle: Youtube.com

Lösung für das Problem Schmerzen nach Zahnwurzelresektion

Beschwerden nach der Behandlung vermeiden Sie weitgehend, indem Sie sich strikt an die Anweisungen des Zahnarztes halten. Nur so verläuft die Heilung nahezu beschwerdefrei. Nach der OP treten oftmals Blutergüsse und Schwellungen auf. Diesen wirken Sie mit kühlenden Kompressen entgegen. Ist die behandelte Stelle taub, verzichten Sie vorerst auf das Essen, um Verletzungen durch das Kauen auszuschließen. Ebenso vermeiden Sie nach Möglichkeit körperliche Anstrengung. Verzichten Sie zudem auf den Konsum von Kaffee und Nikotin. Diese Stoffe zögern die Heilung hinaus. Achten Sie vermehrt auf Ihre Mundhygiene. Nur so verhindern Sie das Eindringen von Bakterien in die frische Wunde und somit eine Inflammation.

Die Heilung ist in den meisten Fällen nicht schmerzfrei und dauert ein paar Tage. Nach zehn Tagen zieht der Arzt die Fäden, wenn die Wunde gut verheilt. In dieser Zeit erholt sich das Gewebe und regeneriert sich. Bei Schmerzen nach Zahnwurzelresektion nehmen Sie bei Bedarf schmerzlindernde Medikamente ein. In der Apotheke erhalten Sie Paracetamol und Ibuprofen. Diese Mittel lindern nicht nur den Schmerz. Sie beeinflussen die Heilung positiv. Vermeiden Sie die Einnahme von Acetylsalicylsäure. Dieses wirkt blutverdünnend und gerinnungshemmend, was zu einer verstärkten Blutung führt, wodurch sich die Wunde schlecht verschließt. Nach der OP empfiehlt es sich, den Mundraum regelmäßig mit Kamillen- oder Salbeitee zu spülen. Dieser beruhigt die Wunde und lindert die Schmerzen. Ebenso eignen sich homöopathische Mittel. Arnica montana fördert die Wundheilung. Apis mellifica und Belladonna lindern die Schwellung.

Um die Bakterien abzutöten, erhalten Sie nach dem Eingriff ein Antibiotikum. Es sorgt für eine schnellere Heilung durch die Abtötung der Keime. Halten Sie sich an die Verordnung Ihres Arztes. Ebenso bietet sich das Spülen mit Chlorhexamed®-Lösung aus der Apotheke an. Es fördert den Wundverschluss und tötet Keime ab. Darüber hinaus verwenden Sie lokal Kamistad®- oder Chlorhexamed®-Gel, um die Heilung zu fördern. Bei den Hausmitteln sollen Rosmarinblätter- und Nelkenöl Schwellungen und Entzündungen lindern. Die Öle tragen Sie auf eine Kompresse auf und legen Sie an die Stelle im Mund. Ebenso lösen Kamille und abgekochter Wirsingsaft den Schmerz.

Was hilft bei Schmerzen nach Zahnwurzelresektion?

  • Schmerzmittel,
  • kühlende Kompressen,
  • Kamistad® oder Chlorhexamed®-Gel,
  • Chlorhexamed®-Spülung,
  • Salbei- oder Kamillenteespülung,
  • Ibuprofen und Paracetamol,
  • Antibiotika vom Arzt,
  • Arnica montana, Apis mellifica und Belladonna,
  • Kompressen mit Rosmarinblätter- und Nelkenöl.

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