Empfindliche Zähne

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Schmerzen nach operativer Zahnentfernung was tun ?

Unter bestimmten Umständen ist ein schlechter oder kranker Zahn der Grund dafür, dass Sie qualvolle Schmerzen erleiden. In einer solchen Situation erscheint es sinnvoll, den Zahn zu entfernen. Völlig normal ist, dass Sie im Nachhinein ein unangenehmes Gefühl oder Schmerzen im Mundraum verspüren. In der Regel lindert eine niedrige Schmerzmitteldosis Ihr Leid und nach zwei Tagen sind sie weg. Nicht immer gelingt eine Zahnentfernung ohne auftretende Probleme. In manchen Fällen nehmen die Schmerzen stetig zu und verschwinden nach über drei Tagen nicht von selbst. Die Ursachen sind vielfältig. Sie bedürfen der Abklärung eines Arztes.

Ursachen für Schmerzen nach einer Zahnentfernung

Eine goldene Regel in der Zahnmedizin besagt, dass es nicht gut ist, einen Zahn zu ziehen, dessen Wurzeln entzündet sind. Nicht immer ist es für den Zahnarzt leicht, zu erkennen, dass aktuell eine Entzündung vorliegt. Aus diesem Grund kommt es vor, dass diese die höllischen Schmerzen auslöst. Um ihnen vorzubeugen, untersucht ein geübter Zahnarzt jeden Zahn vor der Extraktion. Bei dieser Untersuchung entdeckt er meist Erkrankungen oder Schäden, sodass keine Komplikationen bei der Behandlung auftreten.

Bei der Ursachensuche für auftretende Schmerzen nach einer Zahnbehandlung, ist zwischen einer schlechten oder falschen Behandlung und einer gestörten oder verzögerten Wundheilung zu unterscheiden. Für gewöhnlich sind die Schmerzen bedingt durch:

  • eine gestörte Wundheilung,
  • eine trockene Knochenentzündung, Ostitis sicca, oder
  • den Schmerz danach, Dolor post.

Die gestörte Wundheilung ist möglicherweise bedingt durch zahlreiche Reinigungen der Wunde. In erster Linie benötigt jede Läsion ausreichend Zeit, um sich selbst zu versorgen. Das Knochensekret liefert den perfekten Nährboden für die ersten Zellen, die das Zahnfach ausfüllen. Eine trockene Knochenentzündung entsteht, wenn sich der erste Wundheilungsprozess verzögert oder nicht stattfindet. Es bildet sich keine Oberfläche am Knochen, der dann ungeschützt bleibt und Schmerzen verursacht.

In bestimmten Fällen kommt es dazu, dass die Schmerzen in derselben Stärke und Wahrnehmung nach der Zahnbehandlung weiter auftreten. Aus diesem ist zu schließen, dass die Zahnextraktion nicht die ideale Lösung des Problems war. Der Schmerz entstand in dieser Situation nicht durch einen vermeintlich beschädigten Zahn, sondern aus einem zu bestimmenden Grund an einer anderen Stelle. Trifft dies zu, ist es notwendig, den ursprünglichen Verursacher der Schmerzen zu identifizieren und eine geeignete Therapie zu wählen.

Lösungen zur Schmerzbekämpfung nach der Zahnentfernung

Um die Schmerzen bei einer gestörten Wundheilung zu lindern, nutzen Zahnärzte verschiedene Methoden. Sie säubern die Wunde mit einer Wasserstoffflüssigkeit oder bedienen sich der Kürettage. Dabei reinigt der Zahnarzt die Wunde durch intensives Auskratzen. Spezialisten füllen das Zahnfach mit dem Eigenblut des Patienten auf. Dies bietet ein ideales Milieu für die jungen Zellen und schützt sie ausreichend.

Beim Dolor post empfiehlt es sich, die vorgeschriebene Schmerzmitteldosis des Zahnarztes einzuhalten und den Zustand weiter zu beobachten. Handelt es sich um eine trockene Knochenentzündung, eignen sich keine Reinigungsmethoden zur Linderung der Schmerzen. Erst wenn die Knochenoberfläche vollständig von neuem Gewebe umschlossen ist, verringern sich die Schmerzen.

Verhalten nach Zahnentfernung


Quelle: Youtube.com

In Abhängigkeit von der Situation entscheidet sich der Zahnarzt im Anschluss an eine Zahnentfernung für eine der folgenden Methoden zur Nachbehandlung:

  • das Vernähen der Wunde,
  • das Verwenden von schmerzstillenden Wundeinlagen und
  • die Befolgung der Verhaltensanweisungen des Zahnarztes.

Viele Zahnärzte vernähen das Zahnfach nach dem Entfernen eines Zahnes. Diese Behandlungsmethode reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Ostitis sicca und sorgt für eine angenehme Wundheilung. Eine dicht vernähte Wunde stellt einen geschlossenen Raum dar, der die Keimbildung begünstigt. Aus diesem Grund injiziert der Arzt vorsorglich ein Antibiotikum, welches das Infektionsrisiko senkt.

Eine weitere Möglichkeit, die Wunde zu versorgen, ist, schmerzmildernde Wundeinlagen zu verwenden. Vermeiden Sie es, die Knochenoberfläche zu berühren oder zu verletzen. Spülen und reinigen Sie die Wunde nicht. Diese Maßnahmen behindern die natürliche Wundheilung und verschlimmern die Schmerzen.

Effektiv zur Wundheilung tragen Sie bei, wenn Sie die Verhaltensanweisungen des Zahnarztes befolgen. In der Regel empfiehlt es sich, die betroffene Stelle für 24 Stunden zu kühlen, um die Durchblutung zu reduzieren. Essen Sie für die nächsten Tage weiche Kost und meiden Sie den Verzehr körniger Lebensmittel. Besonders wichtig ist die tägliche Mundhygiene, ohne Mund- oder Wundspülungen vorzunehmen.

Koffein, Alkohol und Nikotin gilt es, in den Folgetagen zu entsagen, da sie die Blutungsneigung steigern. Nehmen Sie keine Milchprodukte zu sich. Die Milchsäurebakterien lösen den Wundpfropf auf, was die primäre Wundheilung verhindert. Vermeiden Sie es, am Folgetag schwere und anstrengende Arbeit zu verrichten. Kontaktieren Sie bei stärkeren Nachblutungen den Zahnarzt. Zudem ist eine Nachkontrolle am Folgetag empfehlenswert, da der Arzt erkennt, ob sich der gewünschte Wundpfropf bildete. Ist dies der Fall, heilt die Wunde nach wenigen Tagen ohne Komplikationen zu.

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