Empfindliche Zähne

Schmerzen nach dem Zahnarztbesuch

Vielen Patienten ist die Situation bekannt. Direkt im Anschluss an den Zahnarztbesuch, nachdem die örtliche Betäubung nachlässt, offenbart sich das Ausmaß der Zahnbehandlung. An der behandelten Stelle treten vermehrt Schmerzen und Zahnempfindlichkeiten auf. Die Gründe für auftretende Schmerzen nach einem Zahnarztbesuch sind vielfältig. In erster Linie gilt es, herauszufinden, welche Umstände für die Schmerzen verantwortlich sind. Ob nach einer Wurzelbehandlung, nach dem Ziehen eines Zahnes oder einer Zahnfüllung jede Zahnbehandlung ist mit Risiken verbunden.

Ursachen für Schmerzen nach einem Zahnarztbesuch

Völlig normal und ohne jegliches Fehlverhalten kommt es bei einer größeren Zahnbehandlung zu einer Reizung im Mund. Verschiedene Werkzeuge üben Druck aus. Zudem vibriert der Bohrer in der Mundhöhle und der Kiefer bleibt über einen längeren Zeitraum geöffnet und angespannt. Auf diese Weise entstehen Schmerzen, die in der Regel kurz anhalten und innerhalb von wenigen Tagen komplett verschwinden. Ist der Kiefer wenig trainiert oder unterentwickelt besteht die Möglichkeit eines Muskelkaters.

Mögliche Ursachen für die auftretenden Schmerzen sind:

  • eine schlecht sitzende Zahnfüllung,
  • eine nicht korrekte Behandlung des Nervs oder
  • die Überreizung des Zahnfleisches,
  • andere Erkrankungen.
Sie äußern sich durch einen pochenden oder brennenden Schmerz, sowie durch Berührungs- und Druckempfindlichkeit.

Zahnschmerzen und wie man sie wieder los wird


Quelle: Youtube.com

Eine alternative Ursache ist der sogenannte "Phantomschmerz". Diese "atypische Odontalgie" tritt gelegentlich nach einer Wurzelbehandlung oder nach dem Entfernen eines Zahnes auf. Obgleich dieser unscheinbaren Ursache ist der Schmerz ernst zu nehmen. Besonders wichtig ist es, den Schmerz zu behandeln, wenn der Zahnarzt nach einer gründlichen Nachkontrolle keine anderen Ursachen findet.

Krankheiten lösen Zahnschmerzen aus

Eine weitere Möglichkeit, für Ihre Schmerzen im Mundraum ist, dass Sie unter einer bestehenden Krankheit leiden. Gürtelrose sowie ein bevorstehender Herzinfarkt, ein Glaukom-Anfall oder eine Fehlstellung des Kiefers bringen Ärzte mit Zahnschmerzen in Verbindung. Oft entstehen diese Krankheitsbilder mit weiteren Symptomen, wie:

  • Zittern,
  • Atemnot,
  • Schweißausbrüche,
  • Herzrasen,
  • Blässe und
  • Atembeschwerden.
Erkennen Sie sich in einer solchen Situation wieder, ist es wichtig, schnellstens einen Arzt aufzusuchen.

Behandlung und Lösung des Schmerzes

In Abhängigkeit davon, was der Grund für den Zahnarztbesuch war, stehen andere Ursachen im Vordergrund. In der Regel ist in erster Linie abzuwarten. Nicht zu starke und geringfügige Schmerzen sind nach einem Zahnarztbesuch keine Seltenheit. Sie bedeuten nichts und verschwinden meist innerhalb der ersten Tage von selbst. Aus diesem Grund rät der Zahnarzt zuallererst dazu, Ruhe zu bewahren und abzuwarten. Um diese Zeit zu überbrücken und schmerzfrei zu sein, verschreibt der Zahnarzt oft leichte Schmerzmittel. Klingen die Schmerzen nach einer gewissen Weile nicht ab, sind weiterführende Untersuchungen notwendig.

Es existieren mehrere Möglichkeiten, wie der Zahnarzt die Ursache des Schmerzes findet. Als Erstes untersucht er die zuletzt behandelte Stelle. Findet er nichts, führt er eine Vitalitätsprüfung durch. Dazu nutzt er entweder Wärme- oder Kältereize an der behandelten Stelle oder einen leichten Stromschlag. Auf diese Weise ergründet der Zahnarzt, wie stark der Zahn oder das umliegende Gebiss auf die äußeren Einflüsse reagiert. Zeigt sich eine überdurchschnittliche Empfindlichkeit in dieser Region, ist es notwendig, weitere Schritte einzuleiten.

In weiterer Folge besteht für Sie die Möglichkeit, ein Röntgenbild zu erstellen. Oft decken die Röntgenstrahlungen Probleme auf, die sonst verborgen bleiben. Findet sich wieder nichts, bleibt dem Zahnarzt nichts anderes übrig, als den behandelten Zahn erneut aufzubohren. In manchen Fällen kommt es bei einer Wurzelbehandlung zu einer schmerzenden Entzündung der Zahnwurzel. Möglicherweise stammen die Schmerzen von einer unsachgemäßen Füllung. Oft sitzt eine Krone nicht richtig, die den Schmerz auf den Nerv weiterleitet.

Phantomschmerzen behandeln

Handelt es sich bei der Schmerzursache um einen Phantomschmerz, geht der Zahnarzt anders an die Sache heran. In der Regel fällt die Diagnose atypische Odontalgie erst, wenn der Arzt alle anderen körperlichen Ursachen ausschließt. Es ist möglich, dass der Phantomschmerz nicht zwingend nach einer Zahnbehandlung auftritt. Gelegentlich kommen diese Schmerzen auf, ohne dass Sie sich zuvor einer Zahnbehandlung unterzogen.

Bleibt der Phantomschmerz unbehandelt, bleiben diese Schmerzen jahrelang und verschlechtern Ihre Lebensqualität. In der Regel überweist Sie Ihr Zahnarzt zu einem Spezialisten, der diese Diagnose feststellt. Zur Lösung des Problems folgt eine Kombination von verschiedenen Therapien. Zum einen existieren psychologische Schmerztherapien und Medikamente und zum anderen erlernen Sie unterschiedliche Entspannungsmethoden. Weil die Ursachen der Phantomschmerzen von Person zu Person verschieden sind, ist es nicht einfach, den Schmerz zu behandeln.

Bevor die Schmerzen vollständig verschwinden, gilt es, die richtige Behandlungsstrategie zu finden. Bis zu diesem Ziel suchen Sie in der Regel mehrere Ärzte auf. Rechnen Sie mit einem langen Behandlungszeitraum. Psychologen und Allgemeinmediziner sowie verschiedene Spezialisten helfen Ihnen, die atypische Odontalgie zu überwinden. Unbedingt beachten Sie, dass Sie völlig von diesen Schmerzen befreit sein sollten, bevor der Zahnarzt eine weitere zahnmedizinische Behandlung vornimmt.

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