Empfindliche Zähne

Schmerzen nach Zahnhalsbehandlung

Der Zahnhals bildet den Übergangsbereich zwischen der Zahnkrone und dem Zahnzement. Ihn schützt eine straffe Zahnfleisch-Manschette auch Zehnfleischkragen genannt. Direkt am Zahnhals existiert eine natürliche Zahnfleischtasche, deren Tiefe im Normalfall zwischen zwei und drei Millimetern liegt. Erweist sie sich als tiefer, leiden Sie an Parodontitis, einer Entzündung des Zahnfleischs, die, zu dessen Rückgang führt. Geschieht dies, sammeln sich vermehrt Bakterien um den Zahnhals. Dadurch entsteht eine entzündliche Reaktion oder Karies.

Freiliegende Zahnhälse führen zum Missempfinden

Bei der Zahnhalsbehandlung entfernt der Zahnarzt mittels Bohrer den kariösen Bereich des Zahns. Zudem beseitigt er den gelblichen Zahnstein. Dieser bildet eine natürliche Schutzschicht um den Zahnhals. Sobald er freiliegt, spüren Sie eine starke Temperaturempfindlichkeit. Beispielsweise schmerzt dieser Bereich des Zahns, wenn Sie:

  • heiße Getränke trinken,
  • Eis essen,
  • säurehaltige Lebensmittel konsumieren,
  • Speisen aus dem Kühlschrank zu sich nehmen
  • oder, wenn kalte Luft darauf trifft.

Spüren Sie ein stetiges Ziehen im Zahnhalsbereich, resultiert die Überempfindlichkeit beispielsweise aus dem Zahnfleischrückgang. In der Folge nimmt der Dentist eine Zahnhalsbehandlung vor. Sensible Patienten erhalten zu dem Zweck eine leichte Betäubung. Sie sorgt dafür, dass Sie während der Maßnahme kaum Schmerzen verspüren. Klingt sie mehrere Stunden nach dem Eingriff ab, fühlen Sie zunächst ein dumpfes Pochen. Durch die Einwirkung von Hitze und Kälte entwickelt es sich unter Umständen zu einem ziehenden Schmerzreiz.

Durch das Fehlen des Zahnsteins kommt es zu einer Hypersensibilisierung des Zahnhalses. Diese verfliegt nach mehreren Tagen. Bemerken Sie die Pein noch eine Woche nach der Behandlung, suchen Sie erneut Ihren Zahnarzt auf. Die Ursachenabklärung erhält Relevanz, um eine Entzündung des Zahnnervs auszuschließen.

Die Ursachen für Schmerzen nach der Zahnhalsbehandlung

Nach der Zahnhalsbehandlung befinden sich die betroffenen Zahnhälse ungeschützt im Mundinnenraum. Die Entfernung von Plaque und Zahnstein sorgt für eine Überempfindlichkeit. Bohrte der Zahnarzt, um Karies zu beseitigen, kommt es gleichzeitig zu einer Beschädigung des Zahnschmelzes. Beide Faktoren sorgen dafür, dass der Zahn auch sensibel auf Druck reagiert. Die Ursache stellen die Dentinkanälchen, die eine direkte Verbindung zur Pulpa dem Zahnmark aufweisen, dar. Bleibt der Zahnhals nach dem Besuch beim Zahnarzt unversiegelt, reizen extreme Temperaturen und Mikroorganismen die Zahnkanäle und somit indirekt den Zahnnerv.

Zudem verfügen Zahnhälse von Natur aus über eine dünnere Zahnschmelzschicht, da diese zur Wurzel hin ausläuft. Daher reagiert dieser Bereich auf Druck und Temperatur empfindlicher als beispielsweise die Zahnkrone. Zudem führen der Speichel und die in ihm enthaltenen Bakterien für einen unangenehmen Reiz am Zahnhals. Spüren Sie gelegentlich ein Ziehen nach dem Genuss einer Zigarette, resultiert der Schmerzreiz aus den Tabakrückständen. Ebenso kommt es vor, dass nach der Zahnhalsbehandlung eine verstärkte Druckempfindlichkeit vorherrscht. In dem Fall spüren Sie die Pein während des Zubeißens oder bei Kaubewegungen.

Intensiven Reiz nimmt der Zahnnerv als Schmerz wahr

Speziell krümelige Speisen hinterlassen Rückstände im Zahnfleischkragen, die Druck auf den Zahnhals ausüben. Sie fühlen ein anhaltendes Pochen oder Stechen im unteren Bereich des betroffenen Zahns. Wenige Tage nach der Zahnbehandlung reagiert der Zahnhals empfindlich beim Putzen. Heftiges Aufdrücken mit der Zahnbürste sowie starkes Scheuern führen zu spitzen Schmerzreizen.

Gleichzeitig verursachen saure und süße Lebensmittel die Pein, da die Versorgungskanälchen unterhalb der Wurzeloberfläche die intensive Reizung weiterleiten. Demnach schmerzt nach der Zahnhalsbehandlung nicht direkt der Zahnhals. Vielmehr bemerken Sie den Schmerznachklang des Nervs. Verschlimmert sich die Pein im Laufe der Zeit, suchen Sie frühzeitig den Zahnarzt auf. Unter Umständen nimmt er eine weitere Zahnhalsbehandlung vor, um den Zahn beispielsweise von Erregern zu befreien. Liegt eine Entzündung der Pulpa vor, rät er Ihnen zu einer Wurzelbehandlung.

Des Weiteren bilden Keime im Mundraum den Auslöser für anhaltende Schmerzen am Zahnhals. Sie vermehren sich in den Zahnfleischtaschen und greifen das Zahnbein, das Dentin an. Folglich leiden die Betroffenen unter Dentinkaries, was blitzartige Schmerzen verursacht. Beispielsweise entsteht die Dentinkaries nach der Zahnhalsbehandlung, wenn Sie eine nachlässige Zahnpflege betreiben.

Empfindliche Zahnhälse aufgrund pressen


Quelle: Youtube.com

Die Lösung gegen Zahnhalsschmerzen nach der Behandlung

Damit keine unangenehmen Empfindungen nach der Zahnhalsbehandlung auftreten, bitten Sie Ihren Zahnarzt um eine gute Versiegelung. In der Regel kommt zu dem Zweck ein starker Fluorid-Lack zum Einsatz. Vorsichtig pinselt der Dentist den dünnfließenden Kunststoff auf den unteren Bereich der Zähne. Dadurch entsteht ein Verschluss der Dentinkanälchen. In der Folge gelangen die Schmerzreize nicht zum Zahnnerv, sodass Missempfindungen ausbleiben. Ebenso beeinflussen Sie die Desensibilisierung des Zahnhalses nach der Behandlung durch Ihr individuelles Verhalten. Bei der Zahnpflege achten Sie beispielsweise darauf:

  • die Zähne langsam zu putzen,
  • auf hohen Druck durch die Zahnbürste zu verzichten,
  • mehrmals im Monat fluoridhaltige Zahnpasta zu verwenden,
  • antibakterielle Mundspülungen anzuwenden
  • und Zahnseide nur bei Bedarf einzusetzen.

Direkt nach der Zahnhalsbehandlung nehmen Sie weiche und lauwarme Speisen zu sich. Dazu gehören kräftigende Suppen. Kamillen- und Pfefferminztee wirken antiseptisch und antibakteriell. Trinken Sie die Flüssigkeit in kleinen Schlucken, bleibt eine Reizung der Zahnhälse aus. Bei stärkeren Schmerzen verwenden Sie ein lokales Anästhetikum wie Aspirin oder Paracetamol. Die Einnahme der Tabletten erfolgt nicht länger als sieben Tage.

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